Die Epoche der Romantik wird auf 1795 bis 1835 datiert und prägte sich auf Literatur, Kunst, Musik und Philosophie aus. In der Literatur dauert sie sogar bis 1848 an. Erfahre bei uns alles zu ihrem historischen Hintergrund, typischen Merkmalen und Motiven sowie klassischen Vertretern und ihren Werken.

Die Romantik ist eine Epoche vom Ende des 18. Jahrhunderts bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Vergleich zu anderen Epochen hielt sie recht lange an und wird deshalb in Frühromantik, Hochromantik und Spätromantik unterteilt. Wie sich diese einflussreiche Epoche entwickelt hat und welche Auswirkungen sie hatte, erfährst du in diesem Artikel.

Romantik: Eine Definition

Allgemein wird die Epoche der Romantik auf 1795 bis 1835 datiert. In der Literatur dauert sie sogar bis 1848 an. Leitmotive dieser Epoche sind Liebe, Sehnsucht, Natur, das Phantastische und das Unbewusste. Insgesamt steht die subjektive Wahrnehmung des einzelnen Individuums im Fokus der Künste, auch wenn ein allgemeines Bedürfnis nach Nationalbewusstsein, sozialer Gemeinschaft und Volkstümlichkeit besteht.

Historischer Hintergrund und Epochen-Einordnung

Melancholie führte zur Epoche der Romantik

Vorangegangene Epochen der Romantik sind die Renaissance (etwa 1300 – 1600), die die griechische Antike für sich entdeckte. Die darauffolgende Aufklärung (1715 – 1789) fokussierte sich hingegen auf die Vernunft des Menschen. Die Weimarer Klassik (1786 – 1832) begann unmittelbar vor der Romantik, war sehr harmoniebedürftig und legte Wert auf Sittlichkeit und humanes Handeln. Sie überschneidet sich zu großen Teilen mit der Romantik.

Die Romantik wandte sich vom antiken Griechenland und den üblichen Vorbildern der Klassik ab. Sie sah eine Notwendigkeit in der Hinwendung zur eigenen Kultur, somit auch zu den Sagen und Mythen des Mittelalters. An die Stelle, an der zuvor die Natur nachgeahmt wurde (Mimesis), trat nun die Verwirklichung des Schönen durch den Künstler selbst.

Die Industrialisierung und Verstädterung lösten Melancholie aus, da Anonymität, inhumanes Verhalten und Armut den Alltag prägten. Das veranlasste die Menschen zur Flucht in die Natur und ins Phantastische. Biedermeierliche, kleinbürgerliche, idyllische Ideale entstanden und der Mensch rückte ins Zentrum des künstlerischen Interesses.

Dreiteilung der Romantik

Unmittelbar vor der Epoche der Romantik gab es die Zeit des Sturm und Drang (1765 – 1790), die in erster Linie mit den Werken Goethes, Schillers und Herders verbunden wird. In dieser Zeit fand eine literarische Rebellion gegen die vorangegangene Aufklärung statt. Diese betrachtete Literatur als Medium zur Bildung und zur Erleuchtung des Verstandes.

Die Bewegung des Sturm und Drang wollte allerdings das künstlerische Schaffen nicht aufgeben und wandte sich deshalb wieder der Poetisierung ihrer Umwelt zu. Diese Einstellung wirkte sich auch auf die Romantik aus. Im Folgenden findest du die genaue zeitliche Einteilung der großen Epoche der Romantik. Sie unterteilt sich in Frühromantik, Hochromantik und Spätromantik.

Frühromantik (etwa 1795 – 1804)

Die Frühromantik wird auch Jenaer Romantik genannt, da ihre Vertreter sich hauptsächlich in Jena befanden. In der Hochromantik verlagerte sich der Standpunkt auf Heidelberg und in der Spätromantik auf Berlin.

Wichtige Philosophen der Frühromantik sind Johann Gottlieb Fichte, Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Friedrich Schleiermacher. Die Brüder und Theoretiker August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schlegel gaben eine der wichtigsten Zeitschriften “Athenäum” (1798 – 1800) heraus und auch die Dichter Ludwig Tieck und Novalis spielten eine wichtige Rolle. Die Dichtung zeigte sich hier offen für Neues, hielt sich nicht mehr an klassische Formvorgaben und bediente sich einer fragmentarischen Form.

In Jena trafen sich die jungen Literaten mit Vertretern der Weimarer Klassik wie Goethe und Schiller. Es entstand ein intensiver Austausch der Ansichten, Kontakte wurden geknüpft, Freundschaften entstanden und somit auch die ersten Ansätze der Hochromantik.

Hochromantik (1804 – 1815)

Märchen schafften eine Verbindung zur Vergangenheit und Kultur

Die Hochromantik spielte sich vor allem in Heidelberg ab und wird deshalb oft Heidelberger Romantik genannt. Hier befand sich die junge Generation der Romantiker. Achim von Arnim und Clemens Brentano gaben in Heidelberg ihre “Zeitung für Einsiedler” heraus und arbeiteten an der Volksliedsammlung “Des Knaben Wunderhorn”.

Joseph von Eichendorff studierte an der Heidelberger Universität und Friedrich Hölderlin verbrachte ebenfalls einige Jahre dort. Auch in Kontakt zu den Heidelberger Romantikern standen die Brüder Wilhelm und Jacob Grimm. Die Literatur der Hochromantik machte es sich zur Aufgabe, das deutsche Kulturgut wiederzuentdecken. Ein gutes Beispiel sind die “Kinder- und Hausmärchen”, die 1812 und 1815 herausgegeben wurden und mündlich tradiertes Kulturgut in Form von deutschen Märchen enthielten.

Spätromantik (1816 – 1848)

Das Ausklingen der Epoche der Romantik fand in Berlin statt und wird häufig Berliner Romantik genannt. Berlin war allerdings nicht der einzige Standort. Auch Wien, Nürnberg, Karlsberg und Heidelberg waren weiterhin Standorte für Vertreter der Romanik.

Diese Phase der Romantik beschäftigte sich mit der Erforschung menschlicher Gefühle und der Tiefe der Seele. Dazu gehörten auch düstere und unheimliche Erzählungen. Zudem wurde der technische Fortschritt stets kritisch betrachtet und das Kunstmärchen etablierte sich als Gattung. Bekannt waren in Deutschland die Kunstmärchen von E. T. A. Hoffmann und die aus Dänemark stammenden Kunstmärchen von Hans Christian Andersen.

Wichtige Motive, Symbole und Facetten in der Romantik

Die folgenden Motive, Symbole und Facetten der Romantik können sich sowohl auf die Literatur als auch auf die Kunst beziehen. Als große und bekannte Epoche wirst du den typischen Kennzeichen der Romantik vermutlich häufiger im Deutschunterricht oder in geisteswissenschaftlichen Studiengängen begegnen.

Die blaue Blume

Die blaue Blume – ein wichtiges Symbol der Romantik

Die blaue Blume ist ein wichtiges Symbol in der Epoche der Romantik. Sie kann Liebe und Sehnsucht versinnbildlichen und für das Streben nach Erkenntnis, Unendlichkeit oder dem eigenen Selbst stehen. Außerdem ist sie ein Symbol für die Sehnsucht nach Ferne und Wanderschaft. Die Grundgedanken der Romantik werden in der blauen Blume zusammengefasst: Wer Liebe in all ihren Formen erlebt, erkennt auch die Natur in ihrem Facettenreichtum und somit letztendlich sich selbst.

Meist ist die blaue Blume in der deutschen Romantik eine heimische Kornblume (siehe Bild), Wegwarte oder die sogenannten Sonnenwenden (Heliotrop bei Novalis). Novalis war auch der erste, der dieses Symbol in seinem Romanfragment “Heinrich von Ofterdingen” (entstanden 1800) nutzte. Joseph Freiherr von Eichendorff schrieb ein Gedicht mit dem Titel “Die blaue Blume”. In diesem Gedicht symbolisiert die blaue Blume das Lebensglück. Das lyrische Ich träumt von diesem seltenen Glück und versucht, es in der Welt zu finden:

Die blaue Blume

Ich suche die blaue Blume,
Ich suche und finde sie nie,
Mir träumt, dass in der Blume
Mein gutes Glück mir blüh.

Ich wandre mit meiner Harfe
Durch Länder, Städt und Au’n,
Ob nirgends in der Runde
Die blaue Blume zu schaun.

Ich wandre schon seit lange,
Hab lang gehofft, vertraut,
Doch ach, noch nirgends hab ich
Die blaue Blum geschaut.

(Joseph Freiherr von Eichendorff: “Die blaue Blume”, 1818)

Das Unheimliche

Das Unheimliche und das Numinose sind in der Romantik ebenfalls beliebte Themen. Häufig werden hier Spiegelmotive oder Doppelgänger-Motive aufgegriffen (vor allem bei E. T. A. Hoffmann). Auch die Brüder Grimm halten in einigen Schauermärchen das Unheimliche fest. Beispielsweise befasst sich das Märchen “Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen” mit der Suche und dem Verständnis von menschlicher Angst. In der ersten Auflage hieß es noch “Gut Kegel- und Kartenspiel”.

Schwarze Romantik

Motive der Schwarzen Romantik: Tod, Wahnsinn und Unheimliches

Die Unterströmung Schwarze Romantik wird unter anderem als Schauerromantik bezeichnet und hat eher melancholische und irrationale Züge. Wahnsinn und das Böse im Menschen werden hier zum Objekt der Faszination. Diese Faszination lässt sich als Gegenbewegung zur vorangegangenen Vernunftsbewegung der Aufklärung verstehen.

Künstler und Autoren befassten sich mit düsteren Themen wie dem Tod, dem Dämonischen, Unheimlichen und Grotesken. Häufig wurden auch morbide Motive mit Sexualität in Verbindung gebracht. Ebenfalls von der Schwarzen Romantik beeinflusst, war die “Gothic Novel” in England. Aus ihr entstand später im 19. Jahrhundert die Horrorliteratur.

Motive der Schwarzen Romantik (Auswahl):

Sehnsucht, Fenster, Fernweh, Wanderschaft, Wanderlust, Schlafwandeln, Natur, Nacht, Gemäuer, Schlösser und Burgen, Fabelwesen, Doppelgänger, Alchemie, Okkultismus, Hexerei, Drogen, Traum und Wirklichkeit, Hysterie, Wahnsinn, Depression, Melancholie, Todessehnsucht, Verfall, Tod.

Mittelalter und Nationalismus

Es entstand ein Bedürfnis nach Realitätsflucht, der Flucht ins Private und in die Vergangenheit. Die Abwendung von der hiesigen Realität sowie der Wunsch nach nationalem Bewusstsein und sozialer Gemeinschaft bewirkte eine Idealisierung des Mittelalters. Missstände dieser Zeit wurden nicht thematisiert.

Literatur in der Romantik

In diesem Kapitel findest du alles Wissenswerte über die Literatur der Romantik. Dazu gehören die wichtigsten Merkmale sowie Vertreter und Werke. Je besser du dich über die literarische Epoche informierst, umso besser wird es dir gelingen, eine Analyse durchzuführen oder ein Referat zu halten. Selbst im Kunst-, Philosophie- oder Germanistik-Studium kann dir ein fundiertes Wissen über die Romantik noch zugute kommen.

Merkmale der Romantik-Literatur

Merkmale der Romantik-Literatur

Im Folgenden findest du die wichtigsten literarischen Merkmale der Romantik als Liste zusammengefasst. Dazu gehören wichtige Themen, die Sprengung der üblichen Formen, wichtige Begriffe, Stilmittel, das Ziel der romantischen Literatur und eine wichtige Unterströmung (Schwarze Romantik). Nutze die Merkmale, um einen Text aus der Epoche der Romantik schnell zu erkennen und besser analysieren zu können.

 

Hier findest du wichtige Links zur Analyse eines Textes aus der Romantik:

Tipps zu formalen Texten aller Art
Romananalyse
Gedichtanalyse
Novellenanalyse
Die wichtigsten rhetorischen Mittel
Verbessere deinen Schreibstil
Hausarbeit schreiben
Richtig Korrekturlesen

  1. Wichtige Themen:
    Die Sehnsucht nach dem Absoluten, das nie erreicht werden kann, und Entfremdung (naives Weltverständnis); Gefühle, Liebe, Subjektivität und das Unbewusste treten in den Vordergrund; die Psyche des Menschen wird beleuchtet (auch ihre Schattenseiten). Mehr dazu im nächsten Kapitel.
  2. Form:
    Es gibt keine vorgegebene, klassische Form mehr: Lieder, Erzählungen, Märchen und Gedichte vermischen sich genauso wie Poesie, Wissenschaft und Philosophie.
  3. Wichtiger Begriff:
    Progressive Universalpoesie – Friedrich Schlegel prägte diesen Begriff und meinte damit, dass es nun keine konkreten Schemata für Literatur mehr geben sollte, Man solle den Künstler als freies Genie betrachten und das künstlerische Medium als Spielfeld seines Genies. Die literarische Einheit von Raum, Zeit und Handlung wird aufgehoben, es entsteht ein fragmentarischer Charakter mit abbrechenden Handlungssträngen.
  4. Wichtige Stilmittel:
    Romantische Ironie – Es treten Selbstreferenzen auf das Werk auf, um ironisch-komische Momente zu erzeugen. Stimmungen und Geschichten können abrupt durch das Eingreifen des Autors enden.
    Gedankenstrom – Durch eine fragmentarische, subjektive Schreibweise entsteht der Eindruck eines authentischen Gedankenflusses.
  5. Ziel romantischer Literatur:
    Das Streben nach Unendlichkeit und Tiefe, Bedeutung und Echtheit durch das Zurückgreifen auf eine nicht-technisierte Welt (Mittelalter und Germanen). Die Sammlung von Märchen (“Kinder- und Hausmärchen” der Brüder Grimm) und Volksliedern (“Des Knaben Wunderhorn” von Brentano und Arnim) entspricht der Sehnsucht nach Nationalgefühl, Kultur und Identität.
  6. Schwarze Romantik:
    Diese literarische Strömung innerhalb der Romantik beschäftigt sich insbesondere mit den Abgründen der menschlichen Seele, mit der Nacht, dem Unheimlichen, der Kriminalität.

Vertreter und Werke der Literatur der Romantik

Novalis war ein wichtiger Vertreter der Romantik

Die Romantik gilt als eine der größeren Epochen, die in vielen verschiedenen Ländern stattgefunden hat. Insbesondere in der Literatur finden sich viele wichtige Vertreter, die diese Epoche und ihren Zeitgeist mitbegründet und festgehalten haben. Zunächst findest du bekannte deutsche Vertreter und einige ihrer Werke. Im Anschluss haben wir auch einige Schriftsteller aus aller Welt für dich.

Vertreter und Werke aus Deutschland

  1. Novalis (1772 – 1801, deutscher Schriftsteller der Frühromantik, Philosoph)
    Klagen eines Jünglings (Lyrik, 1791)
    Hymnen an die Nacht (Lyrik, 1800)
    Heinrich von Ofterdingen (Romanfragment, 1802)
  2. Friedrich Schlegel (1772–1829, deutscher Kulturphilosoph, Schriftsteller, Literatur- und Kunstkritiker, Historiker und Altphilologe)
    Kritische Fragmente („Lyceums“-Fragmente, 1797)
    Lucinde (1799)
    Über Goethes Meister (1798)
    Über die Sprache und Weisheit der Indier (1808)
  3. Ludwig Tieck (1773–1853, deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik)
    Der gestiefelte Kater (Komödie, 1797)
    Der Gelehrte (Novelle, 1827)
  4. E. T. A. Hoffmann (1776 – 1822, deutscher Schriftsteller, Jurist, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist.)
    Der goldne Topf (Kunstmärchen, 1814)
    Der Sandmann (Aus: Nachtstücke 1815/16)
    Klein Zaches genannt Zinnober (1819)
    Prinzessin Brambilla (1820)
  5. Friedrich de la Motte-Fouqué (1777 – 1843, deutscher Dichter der Romantik)
    Undine (1811)
  6. Clemens Brentano (1778 – 1842, deutscher Schriftsteller der Heidelberger Romantik)
    Der Spinnerin Nachtlied (Lyrik, um 1802)
    Des Knaben Wunderhorn (Volksliedersammlung in drei Bänden mit Achim von Arnim, ab 1806)
  7. Karoline von Günderrode (1780 – 1806, deutsche Dichterin der Romantik)
    Gedichte, Prosa, Briefe (Hrsg. von Hannelore Schlaffer, 1998)
  8. Achim von Arnim (1781 – 1831, deutscher Schriftsteller der Heidelberger Romantik)
    Des Knaben Wunderhorn (Volksliedersammlung in drei Bänden mit Clemens Brentano, 1805, 1806 und 1808)
    Die drei liebreichen Schwestern und der glückliche Färber (1812)
  9. Bettina von Arnim (1785 – 1859, deutsche Schriftstellerin der Romantik)
    Goethes Briefwechsel mit einem Kinde (1835)
    Die Günderode (1840)
  10. Joseph Freiherr von Eichendorff (1788 – 1857, deutscher Lyriker und Schriftsteller der Romantik)
    Die zwei Gesellen (Gedicht, 1818)
    Das Marmorbild (Märchennovelle, 1819)
    Wünschelrute (Gedicht, 1835)
    Aus dem Leben eines Taugenichts (Novelle, 1826)
  11. Wilhelm Hauff (1802–1827, deutscher Schriftsteller der Romantik)
    Die Geschichte von dem kleinen Muck (Kunstmärchen, 1825)
    Der Zwerg Nase (Märchen, 1826)
    Lichtenstein (Roman in 3 Bänden, 1826)

Vertreter und Werke aus aller Welt

Eine weitere Vertreterin der Romantik: Jane Austen

  1. William Wordsworth (1770 – 1850, britischer Dichter)
    „I Wandered Lonely as a Cloud“ (Gedicht, 1804)
    „The Thorn“ (Gedicht, 1798)
  2. Samuel Taylor Coleridge (1772 – 1843, englischer Dichter, Kritiker und Philosoph)
    The Rime of the Ancient Mariner (Ballade, 1798)
  3. Jane Austen (1775 – 1817, britische Schriftstellerin)
    Verstand und Gefühl (Roman, 1811)
    Stolz und Vorurteil (Roman, 1813)
    Emma (Roman, 1816)
  4. Percy Bysshe Shelley (1792 – 1822, britischer Schriftsteller)
    The necessity of atheism (Essay, 1809)
    Ozymandias (Gedicht, 1818)
  5. Charlotte Brontë, Pseudonym: Currer Bell (1816 – 1855, britische Schriftstellerin)
    Jane Eyre. An Autobiography. (1847)
  6. Walter Scott (1771 – 1832, schottischer Dichter, Schriftsteller, Verleger und Literaturkritiker)
    Ivanhoe. A Romance (Roman, 1819)
  7. Ralph Waldo Emerson (1803 – 1882, US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller)
    Nature (1836)
  8. Edgar Allan Poe (1809 – 1849, US-amerikanischer Schriftsteller)
    The Raven (Gedicht, 1845)
    The Fall of the House of Usher (Kurzgeschichte, 1839)
  9. Victor Hugo (1802 – 1885, französischer Schriftsteller)
    Notre Dame de Paris (1831, deutsch: Der Glöckner von Notre-Dame)
    Les Misérables (1862, deutsch: Die Elenden)
  10. Alexander Sergejewitsch Puschkin (1799 – 1837, russischer Nationaldichter)
    Ruslan und Ljudmila (Gedicht, 1820)
    Die Hauptmannstochter (Roman, 1836)
  11. Nikolai Wassiljewitsch Gogol (1809 – 1852, russischer Schriftsteller ukrainischer Herkunft)
    Der Newski Prospekt (Novelle, 1835)
    Die Nase (Novelle, 1836)
  12. Alessandro Manzoni (1785 – 1873, italienischer Dichter und Schriftsteller)
    Storia della Colonna Infame (1842, deutsch: Die Schandsäule)
  13. Gustavo Adolfo Bécquer (1836 – 1870, einer der bekanntesten Autoren der spanischen Romantik)
    Los ojos verdes (Legende, 1861, deutsch: Die grünen Augen)
  14. Juliusz Słowacki (1809 – 1849, einer der wichtigsten Vertreter der polnischen Romantik)
    Maria Stuart (Drama 1830, uraufgeführt 1862)
    Wacław (Versepos, 1838)
  15. Elias Lönnrot (1802 – 1884, finnischer Schriftsteller, Philologe und Arzt)
    Kalevala (Nationalepos, 1835)
    Kanteletar (Liedersammlung, 1840)

Beispiele für Gedichte der Romantik

Beispiele für Gedichte der Romantik

Die folgenden Gedichte eignen sich wunderbar zum Üben. Typische Texte aus der Romantik folgen meist ähnlichen Merkmalen. Je mehr du also mit ihnen übst, eine Analyse durchzuführen, umso schneller wird es dir in Prüfungssituationen gelingen. Vor allem in der Schule werden gern Gedichte oder andere kurze Texte zur Analyse verwendet. Hier findest du weitere romantische Gedichte, die zwar nicht alle der Epoche angehören, aber ihren Nachhall sehr gut widerspiegeln.

Gedichte von Clemens Brentano

Frühling

Frühling soll mit süßen Blicken
mich entzücken
und berücken,
Sommer mich mit Frucht und Myrthen
reich bewirten,
froh umgürten.
Herbst, du sollst mich Haushalt ehren,
zu entbehren,
zu begehren,
und du Winter lehr mich sterben,
mich verderben,
Frühling erben.

 

Liebesnacht im Haine

Um uns her der Waldnacht heilig’ Rauschen
Und der Büsche abendlich’ Gebet,
Seh ich dich so lieblich bange lauschen,
Wenn der West durch dürre Blätter weht.

Und es ist so traulich dann, so stille
Wenn ihr zarter Arm mich fest umschlingt
Und ein einz’ger liebevoller Wille
Unsrer Seelen Zwillingspaar durchdringt.

Fest an dich gebannt, in dich verloren,
Zähle ich an deines Herzens Schlag
Liebesstammelnd jeden Schritt der Horen.
Scheidend küsset uns der junge Tag.

 

Hörst du wie die Brunnen rauschen,
Hörst du wie die Grille zirpt?
Stille, stille, laß uns lauschen,
Selig, wer in Träumen stirbt.
Selig, wen die Wolken wiegen,
Wem der Mond ein Schlaflied singt,
O wie selig kann der fliegen,
Dem der Traum den Flügel schwingt,
Daß an blauer Himmelsdecke
Sterne er wie Blumen pflückt:
Schlafe, träume, flieg’, ich wecke
Bald Dich auf und bin beglückt.

 

Gedichte von Joseph von Eichendorff

Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

 

Abschied

Abendlich schon rauscht der Wald
Aus den tiefen Gründen,
Droben wird der Herr nun bald
An die Sterne zünden,
Wie so stille in den Schlünden,
Abendlich nur rauscht der Wald.

Alles geht zu seiner Ruh,
Wald und Welt versausen,
Schauernd hört der Wandrer zu,
Sehnt sich recht nach Hause,
Hier in Waldes grüner Klause
Herz, geh endlich auch zur Ruh!

 

Sehnsucht

Es schienen so golden die Sterne,
Am Fenster ich einsam stand
Und hörte aus weiter Ferne
Ein Posthorn im stillen Land.
Das Herz mir im Leib entbrennte,
Da hab ich mir heimlich gedacht:
Ach, wer da mitreisen könnte
In der prächtigen Sommernacht!

Zwei junge Gesellen gingen
Vorüber am Bergeshang,
Ich hörte im Wandern sie singen
Die stille Gegend entlang:
Von schwindelnden Felsenschlüften,
Wo die Wälder rauschen so sacht,
Von Quellen, die von den Klüften
Sich stürzen in die Waldesnacht.

Sie sangen von Marmorbildern,
Von Gärten, die überm Gestein
In dämmernden Lauben verwildern,
Palästen im Mondenschein,
Wo die Mädchen am Fenster lauschen,
Wann der Lauten Klang erwacht
Und die Brunnen verschlafen rauschen
In der prächtigen Sommernacht. –

Romantik in der Kunst (Malerei)

Romantik in der Kunst

Ähnlich zur Literatur zeigten sich auch in der Kunst Motive wie Sehnsucht, Fernweh, Heimweh, das Unheimliche, Landschaften und Reisen (Wanderschaften). Als Hauptvertreter wird Caspar David Friedrich angesehen. Eines seiner bekanntesten und repräsentativsten Gemälde ist “Wanderer über dem Nebelmeer”, das 1818/19 entstand. Er malte auch weitere typisch romantische Motive wie “Knabe auf einem Grab schlafend” (um 1801), “Landschaft mit Brücke” (um 1800) oder “Ruine Eldena mit Begräbnis” (um 1802/03). Du möchtest auch malen lernen? Hier findest du Tipps für die ersten Schritte.

Romantik in der Musik

Die Haupteigenschaft der Musik in der Epoche der Romantik ist wie auch in anderen Künsten die Betonung des Gefühls. Auch eine Parallele zur Auflösung der Form zeigt sich in der Musik, Literatur und Malerei. Volksmusik und harmonische Klänge entsprechen ebenfalls dem allgemeinen Bedürfnis nach Vergangenheit, Identität und Realitätsflucht.

Auch die romantische Musik lässt sich in Frühromantik, Hochromantik und Spätromantik gliedern. Ludwig van Beethoven bildet mit seinen Werken den Übergang der Weimarer Klassik zur Romantik. Ein klassischer Stellvertreter der Frühromantik ist Franz Schubert. In der Hochromantik entstanden durch Frédéric Chopin unbekannte Gefühlsdarstellungen in der Musik.

Robert Schumann ist hingegen ein eher tragisch-romantischer Musiker. Auch Richard Wagner griff die Programmatik der Romantik auf und schrieb entsprechende Opern. In der Spätromantik werden die üblichen Formen nicht länger beachtet und den Liedern mehr Emotionalität und Ausdruckskraft verliehen.

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